skizze (34)

 

 

blaumeisen klopfen an. außen und innen, welten verbinden sich. ich träume nicht nur die wundersamen geschichten des lebens, ich (er)lebe sie auch. manche liegen in den wolken, andere im briefkasten, manche in einer melodie, einige in deinen augen. und alle schreiben sich mir ins herz.

 

 

©dj2017

skizze (33)

 

ich möchte schreiben, doch die gedanken schweifen ab, gleiten mir durch die finger, nur manche sammeln sich auf dem papier, unzusammenhängend, irgendwo der mond, darunter ein feld, das sich in der dämmerung streckt, dort ein baum, der seufzt, wenn der wind ihn durchfährt, manchmal erzählt er mir geschichten, doch heute scheint er genau so konfus wie ich, unten in der ecke kauert ein herz, ich stutze und hol es mir in die mitte, wie die worte es langsam umkreisen und sich jedes an seinen platz begibt – der mond, das feld, der baum, und ich – mittendrin.

 

©dj2017

 

skizze (30)

 

 

heute lass ich worte fließen auch wenn sie über die ufer treten (doch manchmal muss das so sein) oder wenn sie kargen: sie versiegen nie: meine worte bahnen sich wollen immer suchen: nach dir nach mir und nach etwas das sich wahrheit nennt oder auch: glück.
und wie man sich durch das schreiben nahe geht.

 

©dj2017

gedankensplitter (18)

 

wir sagen
stille

 

vieles ist nicht sagbar. sich darauf zu besinnen und das anzuerkennen, kann bereichern… und doch dazu herausfordern, sich bestimmten dingen mit worten zu nähern. das ist für mich das spannende am (lyrischen) schreiben. und sei es nur zu sagen, dass nicht alles sagbar ist. und manchmal, ganz selten, gelingt vielleicht ein wort/ ein satz, das/ der etwas auszulösen, aufzubrechen vermag. insofern verstehe ich das wort, die sprache, als chance, als eine möglichkeit sich auszutauschen – auch über das unsagbare.

 

©dj2016
dies war ursprünglich ein kommentar zu einem beitrag von der mützenfalterin: sprache