celanisch

 

 

 

 

 

 

 

 

fragment, nachtblau

und ich fange dein wort, ein leuchten in der nacht
auf dem papier sammelt sich leben, in blau
finden sich wörter zu krausen gedanken
sachs, bachmann? celan, celan!
ergreife das wort. hier und jetzt.

 

© diana jahr

 

ein etwas älteres und variiertes fragment
in erinnerung an
paul celan, zum 100. geburtstag

 

wer noch ein wenig stöbern mag, hier noch drei weitere beiträge, in denen celan anklingt:

du meine leise*

die hellen steine der nacht

skizze 109

 

irgendwo ist immer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

für mo

vor sechs frühlingen fielst du einfach so aus der zeit, vor vielen herbsten hinein, nun gelten für dich andere weiten, sternstunden, mondtage, ich sehe dich manchmal in einem baum, einem lächeln, einem tropfen, der den strom hinab fließt, wir haben uns geerdet, beflügelt, ich vermisse dich, doch ich weiß um die zeiten, die weiten in uns – zart ist das leben, zerbrechlich, vergänglich – allein im gedicht wachsen blumen stet, unermüdlich und immer wieder neu

 

©diana jahr 2020

skizze (123)

 

du sagst von affen könnte ich schreiben oder von dir mein gedicht will dich umschlingen doch es rutscht ab wo bist du? ich sehe dich nicht aber ich höre deine wörter klingen fremd und ich höre dazwischen du bist kein affe du bist ein wolf der sich verirrt hat und ich bin deine wölfin die dich heimruft heimlich heim ruft

 

© diana jahr 2020