en passant

 

geht er je vorüber, dieser sommer
setzt mir zu
setzt mich frei
setzt sich mir ins ohr, in die nase
in den hals
und das herz
wird schwach
wenn sich dein sonnenwort
darübersenkt
das mit dem zwinkern
du sagst, wer weiß
ich sag nur, halt mich
(auf dem laufenden)

 

©diana jahr 2018
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traumbild

 

aus stein war gestern
unsere zukunft
getrennt

so nimmt heute
deine amputation
meine an die hand
und flieht

im angesicht der zeit
pflücken wir wolken vom himmel
betten uns zaghaft
auf morgen

 

©diana jahr 2011/2018

 

auf ein wort mit hans aus h.

 

 

sei mutig
sagte hans aus h.
und so bin ich mutig und schreibe
von der leber weg
mir die finger blutig
halt! sagt hans, das ist der falsche weg
aber ich sage, hans,
ich bin mutig
und über mein gedicht fliegen adler
einer peilt es an
und mein gedicht versteckt sich
nicht, der adler stutzt
sein gefieder
war bunt
und jetzt stieben die federn
weit in den himmel
dort wähne ich mein gedicht,
halt! mein gedicht, das bin ich und ich
bin hier, ganz und gar
ohne blutende finger
mit herzblut
einer feder vom adler
und dem unergründlichen
hans aus h.

 

 

©diana jahr 2018