julinacht

 

die luft steht, nie war der regen ferner. ich trete auf den balkon und über mir erhebt sich ein großer vogel vom dach. die nacht ist milchig, blass die sterne. fledermäuse ziehen ihre seltsam zackigen kreise, der fuchs ruft wieder aus dem wald und ein glühwürmchen vollführt vor meinem auge seinen tanz, als wolle es mir den weg in den traum weisen. still zieht ein wort mir durch den sinn ins herz. die nacht summt.

 

© diana jahr 2019