skizze (102)

 

ins tiefe grün der nacht sinken, mit rotwein, gesunden. schräge vögel wähnen, dabei pfeift im haus nebenan der nachbar. deine zerknirschte nachricht, nachsicht sei meine stärke, sagst du, nicht nachtsicht, obwohl ich nie klarer sah. komm mit in meinen traum, die tiere der nacht werden über uns wachen.

 

©diana jahr 2020

jahreswechsel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

seltsam, dieses bedürfnis, das alte jahr zu verabschieden und das neue zu begrüßen, dabei sagt diese zeiteinteilung eigentlich gar nichts aus. früher pflegte ich mit jedem neuen schuljahr zu sagen: neues spiel, neues glück! das ergab noch halbwegs sinn. ich fasse nie vorsätze, sondern nenne sie wünsche. das klingt doch viel schöner! in diesem sinne umarme ich dich und das neue jahr: hallo 2020!

 

nähe

 

und dann bedeutet nähe auch sich zurückzuziehen. nähe verträgt ferne und umgekehrt. nähe ist keine konstante. stets in bewegung. und freiwillig. immer wieder neu auszuloten. so bereise ich dich immer wieder neu und schenk dir meine nähe, nur dann, wenn du sie willst. und dann, wenn ich sie will. das sind diese abendroten momente oder spätsommeraugenblicke, wir, jederzeit möglich.

 

©diana jahr

skizze (101)

 

hab mich in einen rausch geschrieben worte brausen sausen zausen flausen krausen kreisen durch den kopf und das herz voller wind irgendwo ist herbst, winter und irgendwo sind pfützen auch eis auch licht und ferne, weite, ein lachen und du und ich (denke an dich) (du zauselst mich)

 

© diana jahr 2019