skizze (60)

 

wenn der november so ganz anders scheint und der mond so prall, als wolle er uns trost zusprechen. dann weiß ich um mein wort und dass es nicht sinnlos ist. das helle überwiegt, spült den abend zum ufer zwischen tag und nacht, ein endloser stiller strand. voller kraft. voller mut.

 

©diana jahr/ 2017
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an meinem küchentisch

 

sie sitzt an meinem küchentisch
bei geöffnetem fenster
und erzählt von sich

von den eckigen schatten
die sie wirft, unterm mond
(schlafen wahre gesichter)

von dem schachteltraum
dessen labyrinth stets
nach unten weist

von der schwierigkeit
einen menschen zu formulieren
(den man liebt)

und von der ganzheit
einer melodie
(die deine stimme trägt)

vom sturm abgeschirmt
sitz ich an meinem küchentisch
und schreibe ein gedicht

 

(©diana jahr 2013/2017)