skizze (102)

 

ins tiefe grün der nacht sinken, mit rotwein, gesunden. schräge vögel wähnen, dabei pfeift im haus nebenan der nachbar. deine zerknirschte nachricht, nachsicht sei meine stärke, sagst du, nicht nachtsicht, obwohl ich nie klarer sah. komm mit in meinen traum, die tiere der nacht werden über uns wachen.

 

©diana jahr 2020

liebe

 

wie kann man sich im wort so nah fühlen. was du anrührst: längst vergessene tiefen. diese melange aus glück und melancholie, ganz weit innen. vielleicht sogar eine ur-sehnsucht.
und immer die angst, ob ich von solch einer tiefe sprechen darf.
federleicht soll unsere liebe sein.
dass ich überhaupt liebe sage!

 

©diana jahr 2020

[im gedicht]

 

im gedicht darf alles stürmen
was nicht gesagt werden kann
auf der straße
im wohnzimmer
in der herzkammer
ein gespräch, monolog
ein umstülpen
des (er)innern
der klang von versen
(sascha liebt nicht große worte)
verrükcte buchstaben
frag (nicht) nach liebe
ein ungeheuer
spuckt feuer
und das leiseste
zarteste
liegt zwischen den zeilen

 

© diana jahr 2020