auf ein wort mit dem mond

 

und wieder halte ich ein schwätzchen
mit dem mond
er erzählt mir
von costa rica
dem fortschrittlichen land
das die natur so ehrt,
seinen gesamten strom
aus ihr gewinnt, von den menschen,
die das militär abgeschafft haben!
es geht also
sage ich zum mond
und er nickt
und er zwinkert mir zu
schreib du deine gedichte
und ich nicke
und ich schreibe

 

©diana jahr 2017

die bürste, eine betrachtung am abend

 

dieser schatten, als hätte
sie auswüchse,
kiemen gar, mit denen sie
atmet – als führe sie
ein eigenes leben
gedimmt, ausgefranst,
abgestumpft oder
herausgeputzt
liegt sie vor dir
und lädt dich ein
mit ihr durchs haar
zu streifen, vielleicht
braucht sie berührung
genauso wie du

 

©dianajahr 2017