rauhnachtgeträume

 

ich blicke in den weihnachtsbaum
und wickle mir licht ins haar
der pulli kratzt wärmt
ein rauschen im kopf, kein nebel
im hintergrund schwedische lieder
und draußen ein stern. gleich trete ich vor die tür
sende dir rauchzeichen
durch eine rauhkalte nacht, orangenworte
und stutenmilch.
es weihnachtet, hör ich von irgendwo.
und dass jemand sagt
alles wird besser.

 

©diana jahr 2020

novembrion

 

tage kriechen im nebel, der ahorn bricht sich keinen zacken aus der krone, höchstens ein blatt, oder zwei, auch bäume brauchen abstand (vom sommer), die wälder neigen sich bunt zur straße, deren asphalt so seltsam glitzert und ich strauchle meiner wege, bedachtsam, mit rauschenden ohren, offenen augen, verhülltem mund, aber nicht stumm, sondern voller gesang, mit einem rotkehlchen auf der zunge, immer auf der suche, nach licht, einem blick, einem gedicht

 

©diana jahr 2020