kreislauf

 

dreht sich alles im kreis, die natur, das leben, mein schreiben? und die zeit? vielleicht gibt es gar kein vor oder rückwärts, vielleicht tanzen wir alle um einen vulkan, unsicht aber spürbar und sind darauf bedacht ihm nicht zu nahe zu kommen oder wir tanzen umeinander, einige aus der reihe, manche mit den wölfen, und du und ich, miteinander, solange es uns gibt, dreht sich alles im kreis

 

©diana jahr 2018
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skizze (81)

 

dieser herbst klingt am morgen nach frühling und gebärdet sich wie der sommer, seine farben explodieren, als wolle er vom werden künden und nicht vom sterben, noch steht der winter nicht in den startlöchern, doch er lauert, wird er dieses mal streng sein mit uns, oder ist er ebenso trügerisch milde gestimmt?

 

©diana jahr 2018

schlaf gut

 

wenn ich nachts nicht schlafen kann, suche ich mir meditationswörter, nur in gedanken, zweisilbig, für jedes ein- und ausatmen je eine silbe, möglichst wohlklingend, mit einem a. es beruhigt mich. schlafen selbst ist solch ein wort. letztens habe ich festgestellt, dass auch amen sich wunderbar anfühlt, obwohl ich nicht gläubig bin. aber es bedeutet tatsächlich so viel wie „fest/ zuverlässig sein“. vom klang her ist es nahe am atmen und umarmen.
lass dich in den schlaf fallen, die landung ist weich.

 

©diana jahr 2018

skizze (73)

 

schriebe ich (dir) einen brief, wäre das blatt blau oder weiß, ich weiß nicht, ich blaue nicht, ich möchte nur so viel sagen, doch das alles weißt du schon längst. also lasse ich das blatt frei, genauso wie dich. und doch bleibt ihr beide, freiwillig und gern. das wort fliegt, immer dir zu. du nimmst es auf, gibst es zurück und so vermehren sie sich, unsere wörter, all die gesagten, ungesagten, geschriebenen und unbeschriebenen. du weißt schon, was ich dir sagen will. alles. und du schenkst mir dafür: dein wort, dein kostbarstes und
in den himmel schreibt sich
ein gedicht

 

©diana jahr 2018