skizze (48)

 

skizzen entstehen (fast) von selbst, wenn ich mich öffne und die hand übers papier treiben lasse. gedanken – striche – schnörkel hier und da. doch immerzu dem weg folgend, der sich mir bahnt, durchs wort, durch fragezeichen, durch dich – sehe ich klar. manchmal folgt dem wort ein ausrufezeichen, sichtbarer als jede geste. wenn ich die augen schließe, liegt sie vor mir: eine landschaft, voller verse, voller herzinnigkeiten, die ich in dein blickfeld rücke. und du, du liest mich. wie das buch sich öffnet und die geschichte sich weiterschreibt. wie du als stern darin leuchtest. das ist das schönste daran.

 

©diana jahr/ 2017

 

bretterbuden am strand

 

gestrandet sind worte worte die niemand versteht die Niemandsland begründen ohne punkt und fragezeichen komm wir begehen das Meer um uns zu sammeln anzureichern gegenseitig und um uns anspülen zu lassen wie das Wort Zuflucht finden wir ineinander und einander bauen wir auf ein haus aus brettern vielleicht nur aber mit dach über dem kopf der solches gebiert Hand in hand betreten wir unser Land uferlos meervoll wortreich und still sehen wir (diese weite) in uns

 

©diana jahr/ 2017