skizze (58)

 

unumwunden, dieser abend. ich stehe am abgrund des sommers (noch nicht) bereit zu fallen. lieber hebe ich mich für morgen auf. vielleicht, dass du mich auffängst. vielleicht, dass die nacht mir flügel verleiht. vielleicht, dass der abgrund gar kein abgrund ist.

 

©diana jahr/ 2017
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skizze (55)

 

aber wir menschen sind mehr als unser körper, selbst mehr als die gedanken. was ist mit den gefühlen, der unsäglichen fähigkeit zu empfinden? manche nennen es seele oder herz. oder liebe. (welch weitreichendes wort!) aber im grunde fehlt jede begrifflichkeit dafür; sprache vermag dieses phänomen nur zu umkreisen. allenfalls einer kombination, die aus dem innern entsteht, die einem schöpferischen moment entspringt, kann es – vielleicht! – gelingen den kern zu berühren.

 

©diana jahr/ 2017

herbstgelicht (shelter)

 

für mo
(in memoriam)

du weißt schon
wie wir die pferde fütterten
mit äpfeln und worten
zwischen verwegenen wäldern
und wie dein herz sich weitete
im noch fülligen grün
dort, wo die göttin
uns an die hand nahm, dort
hätt ich dich gern
ins moos gebettet
ganz nah am puls
der erde

 

©diana jahr 2017