am strand

 

und das kind
baute eine sandburg, so schön
wie ein schloss, nicht etwa
als abwehr gedacht,
wie es mir mit leuchtenden augen erzählte,
sondern als herberge
für flüchtige menschen.
seine hände strichen stolz
die letzten sandkörner glatt.
und sogar das meer
hielt ehrfürchtig inne,
bevor es das kunstwerk
verschlang.
doch die meisten burgen
halten lange, tröstete ich
das kind. morgen baue ich eine neue!
rief es in den wind
und legte seine hand
entschlossen in meine.
es sah in die weite und ich
blickte es an: das kind.

 

©diana jahr 2017
Advertisements

kleine frühlingspoesie

 

 

 

 

 

 

 

weißt du noch
wie wir als kinder
vom nektar
der rosa blüten
tranken?
in dieser süße
lag eine ganze welt!
vielleicht hab ich mich damals
mit dem virus infiziert
namens poesie
(oder war es doch deine hand
die – ganz sacht nur –
die meine streifte?)

 

 

©dianajahr 2017

Anthologie „Wenn Wurzeln Flügel tragen“ ab sofort erhältlich

ich freue mich sehr, mit zwei texten vertreten zu sein!
schön ist es geworden.
herzlichen dank, lieber tristan und gratulation zur erfolgreichen umsetzung dieses feinen projektes!

Heavens Food

20160227_162858

Ich freue mich sehr über die druckfrisch im Telescope-Verlag erschienene Anthologie „Wenn Wurzeln Flügel tragen“ und lade Sie ein, sich auf dieses Buch einzulassen, es in Ihr Herz zu schließen und sehr gern weiterzuempfehlen.

„Wenn Wurzeln Flügel tragen“ ist ein Hoffnungsbuch für Kinder und ihre Eltern. Es beinhaltet Geschichten, die mit liebevoller Sensibilität und viel Einfühlungsvermögen in kindliches Fühlen das Fehlen von wichtigen Familienmitgliedern aufgreifen und erzählen, dass es immer einen Lichtblick gibt. „Wenn Wurzeln Flügel tragen“ verwandelt Traurigkeit in Hoffnung und vermittelt uns neben Auswegen auch das Wissen darum, dass unsere wunderschöne Welt viel Kraft und Zuversicht in sich trägt. „Wenn Wurzeln Flügel tragen“ schöpft seine berührenden Geschichten und Verse aus dem Herzblut aller beteiligten Autoren* sowie dem Glauben meines Verlegers Danilo Schreiter an diese Idee. In diesem Zusammenhang verweise ich gern auf die Danksagung im Buch.

Ich freue mich über die Texte meiner Autorenfreunde und -kollegen…

Ursprünglichen Post anzeigen 182 weitere Wörter

erdbeertage

erdbeeren

 

 

 

 

 

 

 

heute die erste erdbeere gegessen, aus eigener ernte. himmlische süße.
unvergleichlicher erdbeergeschmack. /kitschig? ja!/ wie konnten wir stadtkinder auch nur ahnen, wie sie wirklich schmecken, diese herzfrüchte? (… nach küssen…)
wovon haben wir geträumt? von feldern, wildnis, sommer und freiheit. wir hatten das auch, klar. aber nie so (echt) wie heute. (oder war es umgekehrt?) und die küsse – sie kamen später. aber das waren keine erdbeer- sondern kirschküsse. die kirschen sind noch nicht reif. sie wachsen auch in meinem garten. aber zunächst muss ich von einem neuen sommer träumen.

 

©dj06/15

 

von der fantasie

 

wer hat mir eigentlich damals eingeredet, ich hätte keine fantasie? heute geht mir ein licht auf, wenn ich mitten in der natur plötzlich eine frau mit schleier sehe. oder in der hochgewachsenen tanne einen alten mann mit pfeife, der ab und zu zustimmend nickt. oder im wolkengebilde einen engel wähne. wenn mich nachts fantastische worte anfliegen. manchmal denke ich, ich muss mich neu erfinden. oder einfach ich sein.

 

©dj05/15