am strand

 

und das kind
baute eine sandburg, so schön
wie ein schloss, nicht etwa
als abwehr gedacht,
wie es mir mit leuchtenden augen erzählte,
sondern als herberge
für flüchtige menschen.
seine hände strichen stolz
die letzten sandkörner glatt.
und sogar das meer
hielt ehrfürchtig inne,
bevor es das kunstwerk
verschlang.
doch die meisten burgen
halten lange, tröstete ich
das kind. morgen baue ich eine neue!
rief es in den wind
und legte seine hand
entschlossen in meine.
es sah in die weite und ich
blickte es an: das kind.

 

©diana jahr 2017
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herbstgelicht (shelter)

 

für mo
(in memoriam)

du weißt schon
wie wir die pferde fütterten
mit äpfeln und worten
zwischen verwegenen wäldern
und wie dein herz sich weitete
im noch fülligen grün
dort, wo die göttin
uns an die hand nahm, dort
hätt ich dich gern
ins moos gebettet
ganz nah am puls
der erde

 

©diana jahr 2017

skizze (40)

 

sommergefühl, dieser mai! the nearness – wie wir endlich die nähe der entfernung begreifen. wir leben von den fischen und den sternen! das meer, der himmel – alles fügt sich zusammen und eins ist nichts ohne das andere. üppig, die erkenntnis. glück, das wissen. um uns.

 

©diana jahr/ 2017