skizze (126)

 

mein kopf ist vernebelt, das pandemische gefühl von nähe und abstand raubt den verstand, sommrige vögel singen träge und zikaden, selbst ein sturm geht nur halbherzig übers land, erinnerungen bröckeln, träume wanken, der blick nach vorn ist verschwommen, und gedichte gehen nur schwer von der hand. wie soll ich schreiben, wenn deine stimme nurmehr flüstert für mich? auch dein kopf ist vernebelt, das sind die zeichen der zeit, doch unsere segel bleiben gewölbt, wie meine hand, wenn du deinen traum hineinlegst, siehst du den milan am himmel, er ist klar und unermüdlich hebt er uns auf seinen schwingen ins blau –

 

© diana jahr 2020

10 Antworten zu “skizze (126)

  1. Wie berührend schön deine Zeilen mir aus tiefster Tiefe klingen! Allein schon solche feinsinnige Gedanken dichten lichtvoll vernebelte Sehfelder und loten den Raum aus, in dem wir gegenwärtig leben. Feinfühlender Hoffnungsschimmer flimmert hindurch, erleichtert den Zeitatem. DANKE, liebe Diana, schön zu lesen.

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  2. Dein Kopf vernebelt und meiner auch, liebe Diana. Die Sicht ist eingeschränkt und das Schreiben wartet auf Hoffnung im Blau. Im Traum ist es geglückt und der Milan kreist und genießt sein Freisein. Deine Gedanken sind rege und gar nicht vernebelt und es ist schön, bei Dir zu lesen.

    Liebe Grüße in die Nacht von Bruni

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