gedankensplitter (17)

 

um „die dinge beim namen nennen“ zu können, müssen wir ihnen erst einmal namen geben. (und nicht einmal das heißt, sie auch zu verstehen.) da beginnt schon die krux, die hürde – denn die sprache ist ein produkt der menschen, die „die dinge“ nur aus ihrem blickwinkel sehen können. ein echtes verstehen der welt wird uns vielleicht nie zuteil. „ich weiß, dass ich nicht weiß“, sagte einst sokrates und das ist schon eine wirklich große erkenntnis.

 

©dj2016
Advertisements

14 Antworten zu “gedankensplitter (17)

  1. Schon in unserer eigenen kleinen Welt sind wir oft sprachlos und kennen uns nicht aus. So kann uns der große Sokrates doch nur beruhigen.
    Versuchen wir, so weit es uns möglich ist, die Dinge beim Namen zu nennen, um Missverständnisse zu vermeiden…

    Einen lieben Gruß in deinen Tag,
    Anna-Lena

    Gefällt 3 Personen

  2. und die Folgerung aus Sokrates Ausspruch ist, daß ein Philosoph, der mit seinem Wissen zufrieden ist, kein echter ist, denn er ist der Meinung, er brauchte
    kein zusätzliches mehr…
    Das las ich kürzlich in Jostein Gaarders Kartengeheimnis

    Die Sprache ist Menschenprodukt und oft ist sie auch mißverständlich.
    Etwas auf den Punkt zu bringen, ist oftmals nicht so einfach…

    Dein Text bringt wieder mal die Gedanken in Schwung, liebe Diana.

    Liebe Grüße von mir an Dich

    Gefällt 1 Person

    • ja, diese folgerung ist gut nachvollziehbar, liebe bruni, ich seh schon, das „kartengeheimnis“ ist sicher ein sehr interessantes buch!
      es ist wirklich nicht einfach, ohne missverständnisse durchs leben zu kommen… und die sprache ist ohnehin nur ein teil der kommunikation… danke sehr für deine feinen gedanken hierzu!
      sei lieb gegrüßt,
      diana

      Gefällt 1 Person

    • oh ja, bestimmt, das denke ich schon auch 🙂
      da gibt es vieles, was „unsagbar“ ist.
      ich meine nur, die herausforderung besteht auch darin, sich darüber zu verständigen….? sei es über sprache, über kunst, oder wie auch immer. wer weiß, vielleicht gibt es auch noch ganz andere wege?
      aber die sprache ist wohl bisher das wichtigste kommunikationsmittel, welches den menschen zu eigen ist? und in dieser zeigt sich eben hauptsächlich das verständnis „der dinge“.
      liebe abendgrüße und danke!

      Gefällt mir

  3. So sehr bedauern kann ich das Unvermögen der Sprache nicht: ist es nicht der immer neue Versuch, die Dinge bei ihrem Namen zu nennen, der Dichtung hervorbringt?
    „Du hast mich bei meinem Namen gerufen, ich bin dein“ (woher stammt das noch mal? War das St.Exupérie?) macht uns auch auf die große Macht und Verantwortung aufmerksam, die mit unseren beständigen Bemühungen um das Benennen verbunden ist.

    Gefällt 1 Person

    • liebe ule, oh ja, du sagst es – der versuch, die dinge beim namen zu nennen, das unsagbare sagbar zu machen, bringt dichtung hervor! darauf zielt auch ein wenig mein nächster beitrag ab, den ich heute noch posten werde.
      und ja – in der sprache, in worten und wie wir sie verwenden liegt unbedingt eine große verantwortung.
      danke vielmals für deinen feinen kommentar!

      Gefällt 1 Person

Ich freue mich über deinen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s