berauscht

 

heute lass ich die worte fließen ohne punkt und komma so wie mein leben lass sie die zeilen füllen ganz wie sie es wollen und schon schleicht sich lavendel ein und der hauch einer rosenblüte lässt mich atmen verweilen und dann geh ich weiter und rieche brot frisches brot die essenz meiner worte die essenz des lebens so wie das salz nicht nur des meeres die gischt dieser ozean der alle gefühle in sich birgt doch das ist kitschig und zu allgemein schweift zu sehr ab ufert aus denn ich möchte beim kleinen bleiben beim wichtigen für mich und dich schreib ich dieses gedicht aus brot rosen und lavendel riechst du den sommer das meer riechst du wie unser wort seinen duft verströmt so als wären wir zwei mit einem duft was heißt wären sagst du und ich stimme dir zu und ich stimme ein wenn du sagst was ich sage dass es uns immer geben wird nicht nur im gedicht und hier hält es inne und lauscht unseren worten und hält unser leben und hält es weiter und trägt uns über die zeilen hinaus in ein eigenes land aus worten aus händen aus uns atmen wir uns und hier versiegt nur das gedicht
oder vielleicht
tropft es
noch ein
wenig
nach

 

©dj12/15
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30 Antworten zu “berauscht

  1. und es eilten die Worte vom ursprünglichen Orte verströmten sich mit den quirligen Uferwellen und den unendlichen vielen unebenen Stellen tranken vom Leben als sei es frischester Wein aßen nach Lavendel duftendes Brot

    weil der Bäcker mitten im provenzalischen Luberon wohnt *schmunzel*

    Entschuldige bitte, es sieht jetzt vielleicht ein bissel so aus, als würde ich Deine Zeilen nicht ernst nehmen, aber das Gegenteil ist der Fall.
    Ich wollte nur mal spontan ausprobieren, wie es ist, so atemlos hintereinander zu schreiben, wie Du es in Deinen ausgesprochen feinen Zeilen getan hast, liebe Diana.

    Toll sind Deine Worte ohne Punkt und ohne Komma! Sie gefallen mir sehr!

    Herzliche Grüße von Bruni

    Gefällt 2 Personen

  2. Oh ja, es tropft nach!
    Wie beim Pilgern den Schritt vor und wieder zurück und weiter. So dachte ich beim Lesen deines feinen OhnePunktundKomma Textes. Ich mag sie ja auch gern, weil man darin so schön ineinanderfließen lassen kann. Dann geht man lesend nochmals zurück und liest neu, auch mit anderer Bedeutung, wie sonst bei den Zeilenumbrüchen.

    Liebe Grüße,
    Silbia

    Gefällt 2 Personen

  3. liebe birke zwischen der sechsten und der siebten zeile entdecke ich ein apokoinu und danach mindestens noch eins da bist du die geborene meisterin diese art ohne jede interpunktion zu schreiben finde ich ein gutes mittel um die leser dazu zu bringen bzw. zu zwingen aufmerksam zu lesen vor allen dingen langsam zu lesen was eine verlorene tugend ist wir leben in einer unmenschlichen zeit wo alles schnell gehen muss hinter abgefahrenen zügen zu rennen natürlich darf man nicht allzu lange absätze schreiben deswegen mache ich hier schluss aber ich muss noch etwas sagen selten habe ich ein so raffiniertes erotisches gedicht gelesen

    Gefällt 1 Person

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