miniatur, VI

 

an meinen engel
will ich mich halten, trotzen
dem sturm, dem himmel
ein gedicht zuschreiben
und den namen des teufels
male ich nicht
an die wand

 

 

©dj11/14
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8 Antworten zu “miniatur, VI

  1. So ist es gut, liebe Diana. Wie gut Du es wieder in Worte fasst, es gefällt mir sehr Der Teufel erhält keinerlei Raum!!!
    Und ich denke an Rilkes Engel und ich muß unbedingt den Anfang seines Gedichtes hier bei Dir lassen. Ich finde, er passt sooo gut dazu.
    Frag mich bitte nicht, warum, vielleicht einfach nur, weil er auch sooo schön ist 🙂

    Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
    und er verarmte in meinen Armen
    und wurde klein, und ich wurde groß:
    und auf einmal war ich das Erbarmen,
    und er eine zitternde Bitte bloß.
    Da hab ich ihm seinen Himmel gegeben, –
    und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
    er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
    und wir haben langsam einander erkannt …
    Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
    kann er frei seine Flügel entfalten
    und die Stille der Sterne durchspalten, –
    denn er muß meine einsame Nacht
    nicht mehr die ängstlichen Hände halten –

    Herzliche Grüße von mir in einen SonnenSonntag von Bruni

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    • … ganz genau, liebe bruni, dem teuflischen, dem bösen, keinen namen, keinen raum geben.

      hab dank – für deine worte und auch für dieses wunderschöne gedicht vom werten herrn rilke! ja, passt … 🙂

      mit lieben grüßen zu dir
      diana

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