meer gedanken, III

meer gedanken, III

 

 

 

 

 

augen. blau grün.
die verwirrte frau ging zum strand, um ihre worte zu ordnen.
eines nach dem anderen legte sie dem meer zu füßen.
da bäumte sich der wind auf und wehte sie allesamt fort.
bewegt blickte die frau auf das wasser.
und eine mächtige welle rollte heran, umarmte sie
und zog sie mit sich in die klarheit der see.

 

©dj2013/14
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15 Antworten zu “meer gedanken, III

  1. oh, wie fein sind Deine Worte mal wieder, liebe Diana,
    auch wenn sie Trauriges aussagen könnten
    doch muß es nicht sein
    ich schaffe den Spagat,
    lasse die Umarmung durch das Meer zwar sehr innig sein,
    doch vielleicht trägt es nur ihre Gedanken hinter neuen Worten
    her, spült ihren Geist klar

    Herzliche Grüße von mir

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  2. Fein gestrickter Gedanken zum Thema Meer der Worte.
    Lediglich, warum die Frau verwirrt sein muss, hat sich mir nicht erschlossen.

    Feiner Text.

    liebe Grüße
    Dieter

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    • … nun, sie geht ja zum meer, um sich in gewisser weise zu sortieren, so denke ich, ergibt sich, dass sie vorher wirr/ verwirrt (vom leben, den wirren des lebens …) ist. dort dann findet sie klarheit … was auch immer das hier für sie bedeuten mag. 🙂
      danke sehr für dein feines feedback, freu mich dich hier zu lesen, lieber dieter,
      sei ganz lieb gegrüßt,
      diana

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      • Bitte, gerne und jederzeit, was meine Anmerkung betrifft.
        Deinen Blog verfolge ich schon seit längerer Zeit…
        (aber das ist nur eine Nebenbemerkung)

        Wer zum Meer geht, zum Wasser, ist nicht verwirrt. Er kehrt zurück zu den Wurzeln die uns ausmachen (das Wasser hat in der Schöpfungsgeschichte eine ganz besondere Bedeutung).
        Worte vor das Wasser zu legen, sind unausgesprochene Worte die sie in sich trägt. Sie legt sie aus, um Antworten zu finden. Vom Meer. Vom Wasser. Es gibt keine Antworten. Und fordern kann sie sie auch nicht.
        Es gibt nur die Antwort des Meeres: das sie, und ihre Worte eins sind.
        Die Woge die sie erfasst, ist ein schönes Symbol für diese Einheit…

        liebe Grüße
        Dieter

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  3. Stehe ich am Meer, dann schreie ich oft meine Worte über das Wasser. Sie schlagen nicht auf dem Wasser auf, der Wind trägt sie fort.
    Ich kann diese Frau verstehen, denn mir geht es auch so, kann ich doch nur am Meer – und nur dort – meine wirren Gedanken sortieren. Es muss Magie sein, es ist echt schwer zu erklären, es ist einfach so!

    Einmal noch
    ans Meer.
    Nichts verloren.
    Nichts vergessen.
    Noch nicht fertig
    mit Staunen.
    Einfach
    dort stehen.
    Unermesslichkeit sehen.
    Nichts begreifen.
    Alles klären.
    Mit sich.
    Und
    staunen….

    Ganz liebe Grüße
    von mir zu dir 🙂

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    • was für schöne zeilen, ich danke dir, rachel!
      ja, es geht eine unerklärliche magie vom meer aus, so empfinde ich das auch. ich liebe es, und habe doch großen respekt.
      nichts begreifen, nur staunen. und doch alles klären … sehr schön gesagt!
      liebe grüße auch zu dir
      von mir 🙂

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  4. Heute lese ich, dass die Frau in den Wellen umkommt.
    Morgen lese ich es vielleicht anders und sie entsteigt den Fluten gestärkt oder kommt an einen ganz anderen Ort…

    ..grüßt dich Monika

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