von der weichheit der hornisse

 
 
verirrt hatte sie sich
und wandte sich lauthals an mich
was machst du, wenn der sommer geht?
ich hob die schultern
und schwieg
sie umschwirrte mich, aufgeregt
wo ist mein weg?
wir sprachen über den abschied
des sommers, der zuversicht
und über die ruhe des winters
auf(er)stehen, sagte sie
und berührte mein gesicht
ich wehrte mich nicht
ich war zu müde
sie kroch in mein ohr
und flüsterte
sei einfach, königin
dann flog sie davon.

 

©dj10/13
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18 Antworten zu “von der weichheit der hornisse

  1. Die Überschrift hat mich irritiert.
    Auf dem ersten Blick
    und nach dem Lesen.
    Dann habe ich die Seite nach oben gescrollt
    bis die Überschrift weg war.
    Das Gedicht noch einmal gelesen.
    Befunden, dass es gut ist.
    Und noch einmal gelesen.
    Erkannt, WIE gut es ist.
    Die Überschrift wieder eingeblendet
    und noch einmal gelesen.
    Bei dem Wort Königin
    habe ich verstanden,
    warum es die Hornisse sein muss.

    Gefällt mir

  2. „Sei einfach“ – das ist wohl das Schwierigste für eine Königin, umsummt von Paparazzis und Schmeichlern. Ein schönes Bild, um die Herausforderung für zeitgenössische Dichtung deutlich zu machen. Steckt hier der Kern einer Poetik?

    LG
    Björg

    Gefällt mir

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