beinahe (ein drabble)

ruine

 

es ist beinahe wie an jedem letzten mai-sonntag. mit dem bis oben gefüllten picknickkorb sitzen wir auf unserer lieblingswiese am fluss, erzählen uns geschichten und nehmen die sonne beim wort. nebenan starrt eine verwegene ruine aus hohlen augen löcher in die luft. ein rabe lässt sich auf ihr nieder. schweigend beobachtet er das geschehen, wir beachten ihn nicht. unsere liebe tönt stark, überwindet unzählige hindernisse. leise kichern wir ins grün, ahnungsvoll proste ich dir zu. acht zeichen haben wir noch zeit, kostbare momente.

beinahe spüre ich deine hand auf meinem arm. beinahe denke ich, du bist wirklich hier. mein engel.

 

©dj2011/13

 

(ein drabble ist eine pointierte geschichte, die aus genau 100 wörtern besteht.)

 

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4 Antworten zu “beinahe (ein drabble)

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